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Holländermühlen sind stabiler als Bockwindmühlen, geräumiger und haben somit mehr Platz für Mahlgänge. Man unterscheidet mit dem unteren Geschoss in einen Mühlenhügel hineingebauten Kellerholländer, auf einem Steinfundament ruhenden Erdholländer und Holländer mit Galerie, von der aus der Müller das Dach mit dem Flügelwerk drehen konnte.
Mühlen des holländischen Types fanden sich vorrangig in Küstengebieten, vereinzelt auch im mitteldeutschen Raum. Dort konnte sich diese Art jedoch nie durchsetzen, da man wenig mit Sturmschäden zu rechnen hatte und die Bockwindmühle in der Wartung und im Bau preiswert war. Statistische Erhebungen belegen, das die Mühlenlandschaft um 1900 noch ein relativ geschlossenes Bild bot. Danach jedoch setzte das unaufhörliche "Mühlensterben" ein. Auch mit teilweisem Erfolg ausgeführten Verbesserungen an Windmühlenflügeln konnte dem allmählichen Verfall der alten Windmühlen nicht verhindern. So sank in den Niederlanden die Zahl der Windmühlen innerhalb von hundert Jahren auf ein Zehntel.
In Deutschland gab es 1910 nur noch ca.3000 Windmühlen von ehemals nahezu 25 000. Zur Zeit existieren auf den ehemaligen Gebiet der DDR ca.700 Mühlen oder deren Reste. Viele davon wurden wegen ihren historischen Wertes und als Zeuge einer technischen Entwicklung vor dem Verfall gerettet und zum Teil rekonstruiert. Doch der Erhalt und die Pflege dieser Denkmäler sind sehr aufwendig und kostspielig.
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